Heilwasser führt dem Körper nicht nur Flüssigkeit zu, sondern auch Mineralstoffe. Trotzdem gilt Heilwasser nicht per se als gesund. Bei hohem Konsum können Stoffwechselstörungen die Folge sein. Aber auch niedrig mineralisiertes Wasser birgt Gefahren. Eine Suche nach der goldenen Mitte.
Heilwasser – nicht unbedacht trinken
In
Deutschland werden derzeit etwa 70 verschiedene Heilwässer abgefüllt. Die hohe
Bioverfügbarkeit der Mineralstoffe im Heilwasser macht es möglich, den ausgeglichenen Wasserhaushalt des Körpers
auszugleichen und wichtige Mineralstoffe zuzuführen, wie Calcium, Magnesium,
Sulfat oder Hydrogencarbonat. Der Deutsche Heilbrunnen erklärt, dass fast alle
abgefüllten Heilwässer zur Deckung des täglichen Flüssigkeitsbedarfs genutzt
werden können.
Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass der hohe Mineralgehalt, der bei den meisten Heilwässern weit mehr als 1000 Milligramm pro Liter beträgt, eine Auswirkung auf den Körper hat. Bei regelmäßiger Anwendung stellen sich nach 4-6 Wochen Stoffwechseländerungen ein, die auch nach Beendigung der Trinkkur nachweislich verbleiben. Harnsteinleiden oder Krankheiten des Magen-Darm-Trakts können mit Heilwasser verbessert werden.
Heilwasser mit einem hohen Sulfatanteil kann stark abführend wirken, ein hoher Kochsalzgehalt kann den Blutdruck bei salzsensitiven Menschen negativ beeinflussen. Daher ist es stets notwendig, die Anwendungsbereiche und Trinkempfehlungen des Flaschenetiketts zu beachten, um Nebenwirkungen zu vermeiden.
Mit Mineralwasser auf dem sicheren Weg
Welche Mineralisierung für den Menschen am besten ist, hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Menschen, die nicht auf eine Heilwirkung angewiesen sind, sollten in der Regel auf eine niedrige, aber ausgewogene Mineralisierung achten. Hier eignen sich Mineralwässer am besten, die meist weniger als 1000 Milligramm gelöster Mineralstoffe pro Liter enthalten. Die Bioverfügbarkeit der Mineralstoffe ist wie bei Heilwässern hoch und wer sich gesund und ausgewogen ernährt, ist auf eine Mineralstoffsubstitution nicht angewiesen.
Jedoch sollte man auch bei sehr gering mineralisierten Wässern auf die chemische Zusammensetzung achten. Ein Mineralstoffgehalt von weniger als 50 Milligramm pro Liter kann bei einem hohen Wasserkonsum langfristig zu einer Entmineralisierung des Körpers führen. Mangelerscheinungen sind die Folge.
Die goldene Mitte finden
Generell gilt: Je niedriger der Anteil an gelösten Stoffen im Wasser, desto bereiter ist es, sich mit Stoffen zu verbinden. Ein Wasser mit einem hohen Mineralstoffgehalt ist gesättigt: Es kann daher nur schwer eine Verbindung mit Fremdstoffen eingehen und somit schlecht beim Entschlacken unterstützen; zudem besteht die Gefahr, dass auf Dauer Mineralstoffe im Körper eingelagert werden.
Weitere Informationen:
Gesundheitliche Wirkung des Heilwasser: http://www.heilwasser.com/index.php?idcatside=33&sid=76e2c4fd32531545f567ac8f20684e66
Autorin: Antonia Bäzol
Bildquelle: Deutscher Heilbrunnen

